Blog · 15. Oktober 2026

Berlin liegt vorn: Wo das Lieferangebot am nährstoffreichsten ist

Mehr als jede dritte lieferbare Hauptmahlzeit in Berlin ist nährstoffreich: 36,8 Prozent, bundesweit sind es 26,9 Prozent. Auswertung von indinu, Stand 13. Oktober 2026, über 1.472.416 lieferbare Hauptmahlzeiten in allen 8.168 deutschen Postleitzahlgebieten.

Deutschlandkarte nach Postleitzahlgebieten, eingefärbt nach dem Anteil nährstoffreicher lieferbarer Mahlzeiten von 15 bis 40 Prozent. Berlin ist als große dunkle Fläche hervorgehoben: 36,8 Prozent nährstoffreich.

Berlin vor Frankfurt und München

In keinem Bundesland ist der Anteil nährstoffreicher lieferbarer Hauptmahlzeiten so hoch wie in Berlin. Hamburg folgt mit 32,4 Prozent. Unter den zwölf größten Städten ist der Abstand kleiner: Frankfurt am Main kommt auf 35,3 Prozent, München auf 35,0 Prozent.

Der Vorsprung ist wahrscheinlich, aber nicht sicher. In einer Bootstrap-Stichprobe über die Restaurants liegt Berlin in 88 Prozent der Ziehungen vor Frankfurt und in 95 Prozent vor München. Beim mittleren Food-Score aller Gerichte liegt Frankfurt mit 0,460 sogar knapp vor Berlin mit 0,458; die Intervalle beider Städte überlappen sich.

Die zwölf größten Städte nach Einwohnerzahl, Anteil nährstoffreicher lieferbarer Hauptmahlzeiten
StadtAnteil
Berlin36,8 %
Frankfurt am Main35,3 %
München35,0 %
Hamburg32,4 %
Düsseldorf32,4 %
Dresden31,4 %
Köln30,9 %
Leipzig29,2 %
Stuttgart27,8 %
Essen26,6 %
Dortmund24,8 %
Bremen23,2 %
Deutschland26,9 %
Balkendiagramm der zwölf größten deutschen Städte nach Anteil nährstoffreicher lieferbarer Mahlzeiten: Berlin 36,8 Prozent, Frankfurt 35,3, München 35,0, Hamburg 32,4, Düsseldorf 32,4, Dresden 31,4, Köln 30,9, Leipzig 29,2, Stuttgart 27,8, Essen 26,6, Dortmund 24,8, Bremen 23,2. Deutschland 26,9 Prozent als Linie.

Innerhalb Berlins

Berlin ist auf der Karte eine fast geschlossen dunkle Fläche: In 191 von 192 Berliner Postleitzahlgebieten liegt der Anteil nährstoffreicher Hauptmahlzeiten über dem Bundesschnitt von 26,9 Prozent.

Die Bundesländer

Bundesländer nach Anteil nährstoffreicher lieferbarer Hauptmahlzeiten und mittlerem Food-Score
BundeslandAnteilØ Food-Score
Berlin36,8 %0,458
Hamburg32,4 %0,447
Brandenburg31,5 %0,448
Bayern30,1 %0,448
Sachsen28,0 %0,443
Hessen27,6 %0,443
Sachsen-Anhalt27,6 %0,443
Thüringen25,7 %0,439
Baden-Württemberg25,6 %0,437
Nordrhein-Westfalen25,2 %0,438
Schleswig-Holstein25,1 %0,428
Rheinland-Pfalz24,8 %0,435
Mecklenburg-Vorpommern23,5 %0,429
Bremen23,5 %0,424
Niedersachsen22,9 %0,429
Saarland22,6 %0,433

Kleine Orte mit hohen Werten

Unter den Orten mit mindestens 20 liefernden Restaurants liegen Vororte von München und Berlin vorn: Mühlenbeck 45,7 Prozent, Grünwald 43,1 Prozent, Neuried 43,0 Prozent, Kleinmachnow 42,7 Prozent, Pullach im Isartal 41,5 Prozent, Mahlow 41,0 Prozent. Die Intervalle dieser Orte überlappen sich, eine Reihenfolge unter ihnen ist nicht belastbar. Am niedrigsten liegen Orte in der Pfalz und in Rheinhessen sowie im Umland von Hannover, etwa Bingen am Rhein mit 17,1 Prozent, Freinsheim mit 16,1 Prozent und Stade mit 15,9 Prozent.

So ist gerechnet

Grundlage sind alle Speisekarten der Lieferrestaurants, die an mindestens eines der 8.168 deutschen Postleitzahlgebiete liefern, Stand 13. Oktober 2026: 1.472.416 lieferbare Hauptmahlzeiten mit Food-Score. 7.873 Postleitzahlgebiete haben ein Lieferangebot, die übrigen keines. Sushi ist nicht enthalten.

Der Food-Score ist eine Schätzung von indinu aus der Speisekarte, bewertet nach Eiweiß, Ballaststoffen, Zucker und gesättigten Fetten. Er ist keine Gesundheitsaussage. Als nährstoffreich zählt eine Hauptmahlzeit mit einem Food-Score ab 0,52; das ist das obere Viertel aller ausgewerteten Gerichte.

Karte: je Postleitzahlgebiet alle Restaurants, die dorthin liefern, mit ihrer aktuellen Speisekarte. Grau sind Gebiete mit weniger als 150 Hauptmahlzeiten, weiß Gebiete ohne Lieferangebot. Tabellen: je Ort alle Restaurants, die an mindestens ein Postleitzahlgebiet des Orts liefern, einmal gezählt, ab 20 Restaurants; Ketten zählen je Filiale. Das 90-Prozent-Intervall stammt aus einem Bootstrap über die Restaurants. Überlappen sich zwei Intervalle, ist die Reihenfolge nicht belastbar.

Die Ratgeberseiten zu proteinreichem, vegetarischem und veganem Essen nennen eine ältere Auswertung vom 7. September 2026 über 104.254 Gerichte in 44 Postleitzahlgebieten, dort mit der Definition der EU-Verordnung 1924/2006 für proteinreich. Beide Auswertungen messen Verschiedenes und sind nicht miteinander vergleichbar.

Kartengrundlage: Postleitzahlgebiete © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).